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Bei der heute vorherrschenden Ernährung verwendet der Körper für die Energiebereitstellung Kohlenhydrate. Nimmt man nun mit der täglichen Ernährung zu viele Kohlenhydrate auf, passiert folgendes: Die überschüssigen Kohlenhydrate werden zu Fett umgewandelt und in die Speicher des Körpers eingelagert. Jedes Kohlenhydrat, das man zu viel verzehrt, wandert quasi auf Bauch und Hüften (und ist für die normale Ernährung verloren)

KETOSE IN DER EVOLUTIONÄREN ERNÄHRUNG

Die Nahrung unserer vorneolithischen Vorfahren bestand überwiegend aus Fett und Fleisch und wenigen Pflanzenprodukten – also auch einigen Kohlenhydraten (Abk. KH) und klarem Wasser. Die genauen Anteile weiß niemand genau, doch darum geht es hier auch nicht. Sicher steht fest: Massenweise Kohlenhydrate gab es keine, besonders während der letzten Eiszeiten. Entscheidend ist dabei die Tatsache, dass unser Stoffwechsel faktisch heute noch genauso funktioniert wie noch vor 11.000 bis 250.000 Jahren.

Zeiten des Überflusses wechseln -in der Natur- mit Zeiten von Nahrungsmangel (Klima-, Wetter-, Saisonal- bedingt). An diese Intervalle sind wir genetisch angepasst – das ist Evolution!  Als Omnivoren (Alles-Esser) können wir unseren Hunger zeitweise mit Gemüse und Früchten, einem leckeren Honigstock, und vielem mehr dämpfen. "Notnahrung" bildet jedoch nicht die Grundlage einer ernährungsbiologisch wertvollen Ernährung. Obst und Gemüse stand  während der letzten Eiszeiten praktisch nicht zur Verfügung. Und wenn, dann nur regional und saisonal: Kleine Walderdbeeren, holzige kleine Äpfel, saure Wildbeeren. Von allem gab es wohl nie einen Überfluss, denn tausende Pflanzenfresser waren gleichzeitig auf der Suche nach Futter.

Und darin lag und liegt unser Ernährungsvorteil: Homo Sapiens konnte immer problemlos von Fettverbrennung auf KH-Verbrennung, und wieder zurück, auf Fettverbrennung „umschalten“. Sowie die wenigen KH verdaut waren, produzierte die Leber - aus Nahrungsfett oder Körperfett- Ketone, die die weitere Versorgung von Gehirn und Herz sicherstellten.

Im Klartext: Eine gesunde Ketose funktioniert nur mit einer Fett- und Eiweiß-basierten Ernährung. Werden die Kohlenhydrate drastisch reduziert, muss jetzt die Energie aus Fett kommen. Wer Fette rigoros ablehnt und die Kohlenhydrate aus dem Ernährungsplan verbannt, setzt sich einer  Hungerdiät aus.  Fasten kann für wenige Tage recht heilsam sein, aber Dauerfasten endet tödlich!

Um den evolutionären Sinn einer ketogenen Ernährung zu verstehen, müssen wir die zwei unterschiedlichen Stoffwechsel- Wirkungen verstehen:

Der Unterschied von einer kohlenhydrat-basierten   zu einer kohlenhydrat-armen & fett-basierten Ernährung

Die Auswirkungen der Kohlenhydrate auf den Stoffwechsel des Kohlenhydrat-Essers (Zuckerverbrenner/Fettspeicher)

KHvsFett

Als KH-Esser bezeichnen wir Menschen, die ihren Nährstoffbedarf überwiegend durch Kohlenhydrate (Abk. KH) decken. Wer sich überwiegend durch Kohlenhydrate ernährt, hat folglich mit starken Blutzuckerschwankungen zu tun. Die Bauchspeicheldrüse produziert möglichst viel Insulin um den Blutzucker in die Zellen zu schleusen. Meist wird ein Überschuss an Insulin produziert, der in Folge eine Unterzuckerung auslöst. Als Kohlenhydratesser ist man quasi gezwungen, alle 3-4 Stunden zu essen. Zudem müssen alle KH verarbeitet werden, jeder Überschuss wird in den Fettzellen gebunkert. Wer immer viel Insulin in seinem Blutkreislauf verfügt, wird auf Dauer nicht nur dick, sondern kann seine Fette auch nicht mobilisieren und abnehmen.

Problematisch wird die Zeitspanne zwischen jeder etwas längeren Esspause, ganz besonders täglich zwischen Abendessen und Frühstück (beim KH-Esser). Spätestens 3-4 Stunden nach dem Abendbrot sind die KH aus der Nahrung verdaut, Glukose ins Blut abgegeben, das zuviel an KH in Speicherfett gewandelt. Die nötige Glukose wird nun aus den Eiweißvorräten (Haut, Gewebe/Muskulatur/Organe) abgezogen (Glukoneogenese). Dr. Lutz (Leben ohne Brot/ Informed) bezeichnet diesen Vorgang als „nächtlichen Eiweißzoll“. Die Auswirkungen werden nach Jahren sichtbar: So zeigen sich am Körper z.Bsp. streifige oder dellige Stellen in der Haut (Striae/ Cellulitis) die auf den „Eiweißraub“ durch Glukoneogenese hinweisen. Dieser Prozess ist aber nicht nur auf die Haut beschränkt, sondern betrifft alle Gewebe wie Haut, Bandscheiben, Gefäßwände, Bindegewebe oder die Zähne. Sofern die Eiweiß-Depots bei der nächsten Mahlzeit wieder aufgefüllt werden, sind wir zwar wieder im „Eiweiß-Gleichgewicht“, doch die Spuren des „Raubbaus“ bleiben im Gewebe sichtbar. Dr. Lutz sieht in dieser Verzuckerung der „Substanz“ die Ursache der Schädigung von Bindegewebe (Cellulite/ Striae), Knorpel und Bandscheiben, frühe Alterung u.v.m.) Die menschliche Evolution hat es aber anders vorgesehen.

 

Der Stoffwechsel bei einer kohlenhydrat-armen & auf Fett basierenden Ernährung

(Fettverbrenner/ evolutionäre Ernährung)

Solange unser Organismus über reichlich Zucker/Kohlenhydrate verfügt, lebt unser Gehirn von Zucker (Glukose). Kommen aber aus der Nahrung keine Kohlenhydrate, sind wir (--nur nach Stoffwechselumstellung auf Fettverbrennung – dauert mehrere Tage--) in der Lage, diese Versorgung/Energie auch selbst zu produzieren, und zwar aus Nahrungs-Fett und Nahrungs-Eiweiß.

Werden nur wenige KH verzehrt, steigt der Blutzucker kaum an. Die Glukose ist schnell verbraucht und der Organismus wechselt dann in den „Fettverbrennungsmodus“. Es findet keine Glukoneogenese statt (kein Substanzverlust). Die Erforderliche Energie wird von der Leber (aus Fett) in Gestalt der Ketone erzeugt, und den Organen zur Verfügung gestellt. Die Ketone werden von unseren Organen erstklassig/evolutionär verwertet. HIER LIEGT DER ENTSCHEIDENDE UNTERSCHIED. ES WIRD KEINE GLUKOSE/ZUCKER MEHR GEBRAUCHT. Es kommt zu keinerlei Mangel an Energie, eher kommt es zu einer Energiesteigerung. Zuviel produzierte Ketone werden unproblematisch ausgeschieden. Diese Ernährung hat für uns Menschen - bis zur unendlichen Getreideproduktion der letzten wenigen Jahrhunderte bis Jahrtausende- nur Vorteile gebracht und das gesunde überleben des Homo Sapiens bewirkt. Jeder würde so leben, gäbe es nicht die Erfindung des Ackerbaus.

Unser Körper kann das alles noch, er muss es nur wieder lernen. Und wir sollten ihm die Möglichkeit dazu geben.

 –UNSER KÖRPER WIRD UNS DAFÜR LIEBEN-

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Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ketose_%28Stoffwechsel%29

http://de.wikipedia.org/wiki/Ketonk%C3%B6rper

http://de.wikipedia.org/wiki/Ketoazidose

http://de.wikipedia.org/wiki/Glukoneogenese

Dr. Lutz/ Leben ohne Brot/ Informed


 

 

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