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Wo sitzt das Körperfett?

Wir besitzen Unterhautfett, Organfett, Speicherfett, Muskelfett, Bauchfett. Manches Körperfett ist lebensnotwenig, manches davon bedenklich. So zum Beispiel das Fett am Bauch: Wenn es tief im Bauch sitzt, wird es als viszerales Fett bezeichnet, begünstigt Gefäßverkalkungen, Entzündungen und Bluthochdruck.

Bewegung ist eine wichtige Säule wenn es um die Gesundheit geht. Ein Beispiel: Alleine durch eine regelmäßige Laufübung, die im aeroben Bereich statt findet (eine Geschwindigkeit, bei der man noch sprechen kann, ohne sich zu überlasten= zügiges Walken) wird das tiefe Bauchfett als Energieträger abgebaut. Doch Bewegung alleine hilft nicht viel, die richtige Ernährung ist die tragende Säule. Wenn wir nach dem Sport wieder Kohlenhydrate futtern, werden die Fettzellen postum wieder gefüllt (Insulin verhindert den Fettabbau!). Mein Tipp: Nach dem Sport ist es viel besser eine kleine Eiweißmenge zu sich zu nehmen. Das baut den Eiweißverlust wieder auf, verdichtet die Muskulatur und der Körper verbrennt noch stundenlang eigenes Körperfett.

Fettdepots regeln wichtige Funktionen

Unser Körperfett-Fettgewebe besteht im Grunde aus Fettzellen. Diese Zellen bestehen bei Mensch und Tier zu einem beträchtlichen Teil aus Fett, speichern es und geben es  ab. Das ist ihre Funktion, die Evolution hat sie so geprägt. Unzählige kleine und große Fettdepots in unserem Körper regeln wichtige Funktionen. Unsere Fettzellen haben immer etwas zu tun: Sie bilden Hormone, speichern fettlösliche Vitamine oder lagern fettlösliche Gifte im Fettgewebe.

Fette erhalten unsere Zellmembran gesund, sind für deren Kommunikation und Leitfähigkeit unerlässlich: Erst durch intakte Zellmembranen können unsere Zellen untereinander kommunizieren. Die Zellmembranen bestehen zum Großteil aus Fettsäuren. Sie regeln die Durchlässigkeit und Beweglichkeit der Zellen, somit die Verständigung der Zellen untereinander. Dazu zählt auch der lebenswichtige Austausch von Stoffen, die Wirksamkeit von Hormonen und Enzymen und die Reizleitung unseres Nervensystems. Fette sind unerlässlich für ein gesundes Immunsystem.

Der Körperfett-Fettgehalt des Körpers entscheidet über die Fruchtbarkeit bei Frauen. Dürre Bohnenstangen haben keinen Eisprung mehr. So sorgt die Natur  für die Grundvoraussetzungen, damit eine Schwangerschaft erst möglich wird. Denn Mutter wie auch Fötus müssen eine Grundversorgung durch Fette haben.

Fettanteil des Körpers in der Evolution

Ein adäquater Körperfettanteil unseres Körpers versetzt uns  in die Lage über Wochen ohne Nahrungszufuhr auszukommen. In unserer langen Vergangenheit besaßen die Menschen über Jahrmillionen keinen Kühlschrank und mussten zeitweise ohne Nahrung auskommen. Die Evolution hat es so clever eingerichtet, dass unsere Zellen enorme Mengen an Energie speichern können um diese bei Bedarf wieder abzugeben. Ohne diesen Mechanismus der  Fettzellen hätten die Eiszeitlichen Jäger und Fischer nicht überlebt.

Isolierfett in der Unterhaut schützt vor Verletzung und schnellem Wärmeverlust. Es dient an bestimmten Stellen als Druckpolster, wie unter der Fußsohle. Ohne das Fettpolster an der Ferse könnten wir  nicht laufen.

Unser Körperfett schützt die Gelenke und dient am Gesäß als Sitzpolster. Es lagert unseren Augapfel weich  und schützt die Herzkranzgefäße. Fette schützen alle unsere Organe und versorgen sie optimal mit Energie.

Cholesterin schützt

Cholesterin ist ein weiterer elementarer Baustein unserer Zellen. Es schützt und stabilisiert die Zellmembranen, die Nerven, das Gehirn und Herz. Es ist so wichtig für unseren Körper, dass er es selbst produziert, nämlich etwa dreimal so viel wie wir täglich verspeisen. Essen wir weniger davon, produziert unser Körper mehr- und umgekehrt.

Man kann also sagen, unsere Zellen lieben das Körperfett. Und da sie genetisch aus Fett, Eiweiß und Wasser gebaut sind, können wir sie durch natürliche Fette, Eiweiß und Wasser absolut gesund erhalten.

 

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