Zutaten:
kaltes Wasser
1 Suppenhuhn
optional Wurzelgemüse
-zitrone-lorbeer *
Arbeitszeit:
15 Minuten
Personen:
4
Zubereitung:
Unter den bewährten "Hausmitteln bei Erkältung" hat die Hühnerbrühe einen festen Stammplatz. Hühnerbrühe setzt die Aktivität der weißen Blutkörperchen herab. Das führt dazu, dass Entzündungen gehemmt werden und die Schleimhäute abschwellen. Das ist hilfreich bei Schnupfen und Erkältung, aber auch bei anderen Krankheiten, im Wochenbett oder zur allgemeinen Stärkung. Geflügelfett enthält u.a. Palmitoleinsäure, eine Fettsäure mit einer antimikrobiellen Wirkung. Hühnerfleisch enthält Cystein, eine Aminosäure, die entzündungshemmend wirkt. Um das Cystein freizusetzen sollte man das Huhn möglichst sanft garen. Das heißt, so wie Oma das immer machte: Lange und sanft schmurgeln lassen. Geflügelfleisch hat wertvolles und leicht verdauliches Eiweiß. Die Hühnerbrühe liefert neben Vitaminen und Enzymen noch beachtliche Mengen an Zink. Werden die Hühnerbeine/Füße mitgekocht, enthält die Brühe zudem noch ordentlich Kollagen, gut für die Zellregenerierung und Zellaufbau. Das Geflügel sollte aus artgerechter Haltung stammen, denn in der konventionellen Geflügelmast wird meist reichlich Antibiotika verwendet. Für eine nährstoffreiche Hühnerbrühe sind nur Legehühner geeignet, keine Hähnchen. Als Legehühner werden Hennen bezeichnet, die bis zu 2 Jahren Eier gelegt haben. Das Fleisch der Hühner enthält mehr Fett sowie andere Hormone, als das Fleisch von Hähnchen. Stammt das Huhn noch aus artgerechter Haltung, liefert es bedeutend mehr Omega-3-Fettsäuren, die ebenfalls entzündungssenkend wirken. Die Brühe sollte ohne Salz gekocht und erst kurz vor dem Verzehr gewürzt werden. So einfach geht’s: Einen hohen Suppentopf mit kaltem Wasser aufsetzen. Das küchenfertige Suppenhuhn abbrausen und in das kalte Wasser legen (mit Hals und Beinen). Das Huhn sollte in viel Wasser schwimmen und vollständig bedeckt sein. Das Gemüse braucht nur grob zerteilt zu weren. Alle Zutaten in den Topf legen und aufkochen (die Innereien können mitgekocht werden. Man kann sie aber auch separat in der Pfanne braten und eine Sauce daraus zubereiten). Der Schaum, der sich beim Aufkochen bildet, kann abgeschöpft werden, muss aber nicht, denn er verkocht mit der Zeit wieder. Nach 120 Minuten Garzeit das Huhn aus dem Topf nehmen. Das Fleisch vom Huhn lösen, und für ein anderes Gericht verwenden, z.B. einen Geflügelsalat oder Hühnerfrikassee. Die Karkasse (das Gerippe) wieder in die Brühe legen und weitere 5-10 Stunden auskochen. Wer eine Suppeneinlage möchte, kann jetzt wieder etwas vom Hühnerfleisch in die Suppe legen, junges Gemüse darin garen, oder ein rohes Ei hineinrühren. Die Brühe dient auch als Grundlage für eine leckere Tom Kha Gai-Suppe. Ungewürzt eignet sich Hüherbrühe sehr gut zur Zubereitung für Babys Breikost/Breikost. Reste der Hüherbrühe lassen sich portionsweise einfrieren oder einwecken.

 

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