Rezepte und Informationen rund um echtes Essen und gutes Fett! Low-Carb, High Fat, Paleo, Primal.

Diäten Vergleich

Sehr beliebt ist zurzeit die französische Dukan-Diät, genannt  nach Pierre Dukan.

Diese Diät reduziert außer den Kohlenhydraten auch die Nahrungsfette. Erlaubt sind 72 proteinreiche Lebensmittel mit geringem Fettgehalt. Während der ersten Woche darf nur mageres Eiweiss gegessen werden, hauptsächlich mageres Fleisch, Innereien, Fische, Meeresfrüchte, Geflügel, Magermilchprodukte, Eier und pflanzliche Proteine wie Tofu und Avocados. Diese Woche nennt Dukan die „Angriffsphase“.  Um den Darm auf Trab zu halten, werden täglich 1-2 EL Haferkleie, 1 EL getrocknete Goji-Beeren, 2 l Wasser und 20 Minuten Bewegung verordnet. Die erste Phase dauert mindestens 1, maximal 10 Tage.

Die Diät ist in 3 Phasen unterteilt.

Es sollen 6 (!) Mahlzeiten am Tag gegessen werden.

Phase 1 dauert 14 Tage und schränkt den KH-Konsum drastisch ein.  Blumenkohl, Spinat, Spargel und Brokkoli dürfen zum Fisch ausreichend gegessen werden.

Phase 2 bezieht Kh mit einem niedrigen GI mit ein. Sie dauert so lange, bis das Wunschgewicht erreicht ist.

Kalorien werden nicht gezählt. Die Methode versteht sich nicht als Diät, sondern als Dauerernährung. Gewichtsabnahme und Gesundheitsförderung stehen im Fokus. Die empfohlenen Lebensmittel werden nach ihren (nahrhaften) nutritiven Eigenschaften und dem Stoffwechselpotential ausgesucht.

Eiweiß, Fette und KH sind erlaubt. KH werden in schlechte, gute und sehr gute KH nach ihrem Gi eingeteilt. Die glykämische Last wird inzwischen auch berücksichtigt.

Bereits 1970 veröffentlichte Atkins sein Diätbuch. Erlaubt sind nach Atkins Fett und Protein.

In der 1. Phase der Atkins-Diät sind wenige Kohlenhydrate bis zu 20 g am Tag erlaubt. Fett und Proteine ( Eier, Käse, Fisch & Fleisch) dürfen unbegrenzt gegessen werden. Diese erste Phase dauert zwischen 14 Tage und mehrerer Monate,  und soll den Blutzuckerspiegel auf ein gesundes Maß senken. Vitamine und Mineralstoffe sind als Ergänzungspräparate empfohlen. Atkins jedoch empfiehlt (im Gegensatz zu Dukan) zu den Proteinen noch ausreichend Nahrungsfette zur Energieversorgung.

Logi steht für: Low Glycemic Index

Reduziert werden Lebensmittel, die den Blutzucker in die Höhe treiben, wie Zucker, Getreide, Brot, Pasta und Kartoffeln. Lebensmittel die sich nicht oder kaum auf den Blutzuckerspiegel auswirken sind unbegrenzt erlaubt.  Empfohlen wird als Basisernährung:  2 Portionen Obst und 3 Portionen Gemüse täglich. Dazu kommt mageres Fleisch, aber fetter Fisch. Vorwiegend Pflanzenöle stehen auf dem Speiseplan. Zu jeder Mahlzeit sollen eiweißreiche Lebensmittel gegessen werden.  Doch jede Mahlzeit berücksichtigt  auch die glykämische Last. Auf Bewegung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr wird geachtet. Zum besseren Verständnis gibt es einen LOGI-Guide, ein Nachschlagewerk das Lebensmittel nach ihrem glykämischen Index und ihrer glykämischen Last bewertet.

LCHF steht für: Low-carb, high- fat

Die Kohlenhydrate werden drastisch reduziert und dafür mehr Fett gegessen.   Empfohlen wird tierisches Fett,  Protein (Eier, Fisch& Fleisch),  Gemüse mit einem niedrigen glykämischen Index. Natürliche und frische Lebensmittel werden bevorzugt. Glutamat, Zucker  und Süßstoffe sind tabu, ebenso wie alle chemischen Zusätze und Fertigprodukte. Lebenslange Kostform.

Bei der Steinzeitkost oder Steinzeiternährung darf  gegessen werden, was  bei  den paläolithischen Jägern und Sammlern bis vor rund 10.000 Jahren auf dem Speisezettel stand: Fleisch& Fisch, Meeresfrüchte, Pilze, Nüsse, Eier, Kräuter und Honig. Aber da es damals keinen Zucker und kein Getreide gab, sollen diese Nahrungsmittel gemieden werden. Auch Samen, Soja, Milch und Milchprodukte sowie (die meisten) Hülsenfrüchte werden gemieden.  Fertiggerichte und industriell verarbeitete Lebensmittel sind tabu. Pflanzenöle sind umstritten, tierische Fette erlaubt.  Als Proteinquelle können auch geeignete Insekten, Larven und Würmer dienen. In  unserem Kulturkreis etwas ungewohnt, aber in asiatischen Ländern als Snack sehr beliebt.  Im Unterschied zu anderen kohlenhydratarmen Ernährungsformen sind hier auch kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Bananen, Datteln oder Feigen erlaubt. Diese „Diät“ dauert ein Leben lang, wobei der Begriff Diät hier sicherlich nicht zutrifft, denn diese Form der Ernährung ist absolut ausgewogen.

 

Der Begriff Paleo/ Paläo wird hauptsächlich mit  Loren Cordain und Robb Wolf verbunden. Die Empfehlungen unterscheiden sich in einigen Details. Die Paleo Diät empfiehlt eher mageres, die Primal Diät eher fettes Fleisch.  Die Primal Diät erlaubt auch das gelegentliche Glas Wein oder Stück dunkle Schokolade, wobei die Paleo Diät gegen Alkohol ist. Ein weiterer Unterschied ist, dass die Primal Diät auch Anregungen zu Sport und  weitere Tipps liefert.

Optimal Essen/  Optimale Diät/ Optimale Kost

Entwickelt wurde die Ernährungsformel von Dr. Jan Kwasniewski. Die Anteile von Kohlenhydraten,  Eiweiß und Fett wird in ein bestimmtes Verhältnis gebracht. In der Optimalen Diät lautet die Grundformel:      

Eiweiss : Fett : KH  =   1 :   2,5-3,5 :   0,5

Also auf 1 Teil KH kommen 2,52-3,5 Teile Fett , sowie 0,5 Teile Kohlenhydrate.

Er gilt als der Pionier der low-carb-Ernährung. Die Ernährung nach Dr. Lutz hat Gemeinsamkeiten mit Atkins,  erlaubt aber deutlich weniger Kohlenhydrate.  Sein entwickeltes Konzept versteht sich nicht als gewöhnliche „Reduktions-Diät“, sondern als lebenslange Ernährungsform. Es steht nicht die  Gewichtsabnahme im Vordergrund, sondern die Prävention ( Vorbeugen und Vermeiden) sowie die Behandlung chronischer Erkrankungen. Nach seiner Auffassung spielen Hormone eine größere Rolle für Gewichtsschwankungen, als aufgenommene oder verbrauchte Kalorien. Für ihn steht es außer Frage, dass es keiner X-beliebigen Diäten für X-beliebige Krankheiten bedarf, sondern dass die richtige Ernährung sämtliche Zivilisationskrankheiten heilt.

 

Bitte beachten Sie, dass „fettich.de“ keine Therapie-Verordnungen erteilt, sowie niemals fachlichen Rat durch einen Arzt ersetzen kann. Unsere Texte dienen nur zu Ihrer Information.